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Neuer Arbeitskreis Wissenschaftsdialog

Dr. Thorsten Ebel, Sprecher der Fachabteilung Life Science Research im VDGH

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Die Fachabteilung Life Science Research (LSR) des VDGH hat seit ihrer Gründung zahlreiche neue Mitglieder hinzugewonnen. Mehr als zwanzig Firmen beteiligen sich inzwischen aktiv an der Verbandsarbeit. Dies ermöglichte es den Mitgliedern jetzt, eines der Projekte in Angriff zu nehmen, die sich die Fachabteilung
bereits mit der Gründung zum Ziel gesetzt hatte – den systematischen, kontinuierlichen Dialog mit der Wissenschaft.

Es gab bisher punktuelle Interaktionen, wie zum Beispiel die LSR-Foren, die im Rahmen der Biotechnica und auch der Analytica bereits vier Mal stattfanden. Die Foren, in denen Wissenschaftler und Anwender neuer
Technologien aus ihrem Erfahrungsschatz für interessierte Kollegen referieren oder auch in  Podiumsdiskussionen kritisch diskutieren, haben eine sehr positive Resonanz erfahren und dem Messebesuch eine spannende, interessante Komponente hinzugefügt. Während bei dieser Art der Vortragsreihe die deutschen Life Science Research-Firmen nicht in Erscheinung treten, sondern ganz
bewusst den Erfahrungsaustausch der Praktiker untereinander fördern wollen, hat die Arbeitsgruppe auch einige Veranstaltungen begleitet, in denen die Unternehmen sich zum Beispiel als Arbeitgeber präsentieren.

„Der Vertrieb ist attraktiv“ war eines der Themen, mit denen sich die LSR in Zusammenarbeit mit Jobvector an Besucher des „Carreer Days“ wandte, um über die vielen abwechslungsreichen Facetten aus dem Alltag einer
Vertriebsorganisation zu erzählen. Um derartige Aktivitäten weiter systematisch auszubauen, wurde zu Beginn dieses Jahres der neue Arbeitskreis Wissenschaftsdialog ins Leben gerufen, in dem auch der bisherige Arbeitskreis Messen thematisch aufging. Das Gremium wird in Zukunft weiterhin wissenschaftliche Foren im Rahmen von Messen organisieren, darüber hinaus aber auch neue Konzepte entwickeln, um mit den   Wissenschaftlern in Deutschland auf verschiedenen Ebenen zusammenzuarbeiten. Inhaltliche Schwerpunkte werden dabei bekannte Themen wie die (molekulare) Lebensmittelanalytik, tammzellen sowie Biobanken
und Forensik sein. Doch wird diese Gruppe auch der kompetente Ansprechpartner für allgemeine Themen wie Gentechnik und Qualitätsstandards sein. Gerade Letzteres erscheint auf den ersten Blick wenig spannend, entpuppt sich jedoch schnell als einer der momentan ganz wichtigen Bereiche, da die LSR in Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Forensik-Organisationen für die Definition eines zertifizierbaren Reinheitsstandards arbeitet. Diese neue Reinheitsdefinition wird Einfluss auf viele andere molekulare Labors haben, von denen die molekulare Forensik nur eine kleine Gruppe darstellt (siehe
auch Laborwelt 3/2010; |transkript 5/2010 und European Biotechnology News 5-6 2010).


Neue Qualität innerhalb der Fachabteilung

Der neue Arbeitskreis wird künftig von tragender Bedeutung für die Fachabteilung sein und ihr eine neue Qualität geben. Garant dafür ist auch das große Engagement der Mitgliedsfirmen. Zum Kick-off Meeting
haben die Unternehmen Agilent, BioRad Laboratories, Eppendorf, Greiner Bio-One, Millipore, Merck, Promega, Serva, Sigma Aldrich und Qiagen ständige Teilnehmer entsandt. Diese haben bereits die zahlreichen
neue Projekte in Angriff genommen.
Darunter auch einen Gemeinschaftsmessestand der Life Science Research-Firmen neben dem  Spotlight-Forum auf der diesjährigen Biotechnica. Unabhängig von den eigenen Messeauftritten soll ein gemeinschaftlicher Messestand konzipiert werden, der thematisch jeweils auf das aktuelle Tagesthema
des LSR-Forums fokussiert. Sollte dies realisiert werden, wäre das sicherlich ein Novum in der deutschen Life Sciences-Branche.


Vorsitzender gesucht

Wer den neuen Arbeitskreis leiten wird, ist noch nicht entschieden, Dr. Peter Kunze (Eppendorf), der bisher den Arbeitskreis Messen mit großem Engagement geführt hat, war übergangsweise auch Leiter des neuen
Arbeitskreises. Er wird aber in wenigen Wochen neue Aufgaben in Asien übernehmen und nicht weiter für die Arbeit im Verband zur Verfügung stehen können. Sein Nachfolger soll voraussichtlich beim nächsten Treffen
des Arbeitskreises Ende Juli gewählt werden.

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